Frankfurter Professorin Tanja Brühl soll für die SPD Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst werden

Veröffentlicht am 06.08.2018 in Landespolitik

Frankfurter Professorin Tanja Brühl soll für die SPD Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst werden

Thorsten Schäfer-Gümbel hat heute in Wiesbaden ein weiteres Mitglied seines Regierungsteams vorgestellt: Prof. Dr. Tanja Brühl, die an der Goethe-Universität in Frankfurt Politikwissenschaften lehrt, soll für die Sozialdemokraten das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst führen.

Bei der Vorstellung von Prof. Brühl am Montag in Wiesbaden sagte Schäfer-Gümbel: „Tanja Brühl bringt das mit, was ich mir von einer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst wünsche – intensive Kenntnis des Hochschulbetriebs aus eigener Praxis; Leitungserfahrung und Erfahrung in der Gremienarbeit an Hochschulen; eine hervorragende Vernetzung in der Wissenschaft weit über die eigene Hochschule und das eigene Fach hinaus; das Wissen um die heutigen Anforderungen an die Hochschulen – und das Wissen darum, wie diese Anforderungen auch erfüllt werden können.“ Darüber hinaus, so der SPD-Chef, habe Tanja Brühl eine klare Vorstellung von der gesellschaftlichen Rolle der Wissenschaft und der Künste, die im öffentlichen Diskurs stärker wahrnehmbar sein müssten, als dies derzeit der Fall sei.

„Mit der Benennung von Frau Professor Brühl – die übrigens keiner Partei angehört – dokumentiert die HessenSPD, dass sie die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der Hochschulen stärken und die Wissenschaft wieder vernehmbarer machen will. Ich freue mich sehr, mit Tanja Brühl eine klar sortierte Fachfrau vorstellen zu können, mit deren Hilfe die hessischen Hochschulen materiell und inhaltlich so aufgestellt werden, dass wieder sie zu den Spitzeneinrichtungen im Deutschland gehören“, so Schäfer-Gümbel.

Tanja Brühl selbst sagte, ein Wechsel in die Landespolitik sei für sie zwar nicht vorgezeichnet gewesen, er sei aber folgerichtig. Zunächst als Studiendekanin im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und dann als Vizepräsidentin der Goethe-Universität für den Bereich Studium und Lehre habe sie die Lust an der politischen Gestaltung entdeckt. „Es ist mir deswegen sehr leicht gefallen, das Angebot von Thorsten Schäfer-Gümbel anzunehmen und zu einer neuen Herausforderung ‚Ja‘ zu sagen. Denn meine Positionen im Bereich Wissenschaft und Kunst sind denen der SPD sehr nahe. Außerdem schätze ich die Arbeits- und Diskussionskultur der SPD sehr und ich finde, es ist es ein gutes Signal, dass die SPD explizit Fachexpertise in ihre Debatten einbezieht. Und schließlich – auch wenn das ein bisschen altmodisch klingen mag – möchte ich festhalten: Für mich als Bürgerin wäre es eine Ehre, dem Land Hessen zu dienen“, sagte Tanja Brühl.
Sie forderte, die Hochschulen personell und materiell so auszustatten, dass wieder eine angemessene Betreuungsrelation von Studierenden zu Lehrenden hergestellt werden könne. Außerdem müsse die Finanzierung der Hochschulen verstetigt werden – zeitlich begrenzte Projektmittel machten die langfristige Planung unnötig schwer. Mit Blick auf den Kulturbereich sagte Brühl: „Kultur hat eine Bindekraft in der Gesellschaft. Daher eignet sich Kultur auch zur Integration. Sie vermittelt Werte und stößt Diskurse an. Allein daraus ergibt sich ihre Bedeutung für eine offene, liberale Demokratie, die zu schützen und weiterzuentwickeln wir als Bürgerinnen und Bürger verpflichtet sind.“

 
 

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