Heringsessen 2017

Heringsessen der Brachttaler SPD im Udenhainer Hotel „Zum Bäcker“ mit guter Resonanz

Brachttal-Udenhain (erd). Die Brachttaler Sozialdemokraten hatten es in den vergangenen Monaten nicht leicht, doch nun – vier Tage vor der Bürgermeisterwahl – können sie sich entspannt zurücklehnen und am Aschermittwoch den Hering genießen. Die SPD sieht sich im Aufwind, nicht zuletzt wegen des Kanzlerkandidaten Martin Schulz.

Seit dem Jahr 2013 treffen sich die Brachttaler Sozialdemokraten im Udenhainer Hotel „Zum Bäcker“, um den leckeren Hering zu genießen. Und diesmal war nicht die bevorstehende Bürgermeisterwahl das Hauptthema, sondern die geplante Bahntrasse, welche die Gemeinde sehr nachhaltig beeinflussen könnte.

Der neue Vorsitzende Jürgen Heinze freute sich, dass diesmal so viele Genossen zum Heringsessen nach Udenhain gekommen waren. Die SPD nehme eine gute Entwicklung, findet Heinze. So überreichte er an diesem Abend ein Parteibuch an Jan Luca Woratschek, der sogar schon vor Schulz‘ Kandidatur in die SPD eingetreten war.

Heinze widmete sich vor allem dem Brachttaler Horrorthema Bahntrasse, denn eine gewaltige Brücke über das Tal würde die Landschaft sehr nachhaltig verschandeln. Seit dem Jahr 2016 habe die SPD davor gewarnt, dass die Trassenvarianten VI und VII Brachttal treffen. Nun gelte es, den Widerstand gegen die Pläne der Bahn zu formieren. Daher werde die Gründung einer Bürgerinitiative voll unterstützt. Nur auf diesem Weg könnten die Bürger ihren Unmut kundtun.

Zuversichtlich gehen die Sozialdemokraten auch in die Landratswahl. Der SPD-Kandidat zeige sich von seiner besten Seite und sei aus Sicht der Brachttaler Genossen die Idealbesetzung für den Posten.
Noch mehr Glücksgefühle löst hingegen der Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Martin Schulz, aus. Seine Ankündigung allein hat ausgereicht, um die SPD aus der Talsohle zu holen und an die Spitze der Bewegung zu katapultieren. Schulz’ Kandidatur werde sehr positiv aufgenommen.

Etwas anders gestaltet sich die Politik in der Gemeinde, wo die SPD eine große Koalition mit der CDU eingegangen ist. Die SPD habe in dieser Situation bewusst auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten
verzichtet und arbeite in der Gemeindevertretung sachlich mit der CDU und anderen zusammen. „Wir haben bewusst keine Wahlempfehlung gegeben“, sagte Heinze. Die SPD werde auch keinen der Bewerber unterstützen. Es sei den Mitgliedern freigestellt, sich nach bestem Gewissen zu entscheiden.

Wenig Freude hat die SPD derzeit aber mit den Freien Wählern. Deren Abstimmungsverhalten zur Bahntrasse stoße auf Unverständnis, der nachgeschobene Eilantrag ebenso. Sich in einer so wichtigen
Frage an Formalien zu stören gefährde die Einheit gegen das Projekt.

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung

 

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