Ryanair tanzt Verkehrsminister Al-Wazir weiter auf der Nase herum

Veröffentlicht am 06.04.2018 in Landespolitik

Marius Weiß: Ryanair tanzt Verkehrsminister Al-Wazir weiter auf der Nase herum

Die Frankfurter Rundschau (FR) berichtet heute, dass die Fluggesellschaft Ryanair im März 2018 wieder massiv gegen das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen verstoßen hat. Laut FR ist  Ryanair im März 29 Mal nach 23.00 Uhr gelandet.

Der flughafenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Marius Weiß, sagte dazu am Dienstag in Wiesbaden: „Noch Anfang März feierte sich Minister Al-Wazir dafür, dass seine Gespräche mit Ryanair angeblich Wirkung zeigen würden. Doch unmittelbar danach geht die Zahl der Verstöße wieder hoch, so dass es im März mehr verspätete Landungen gegeben hat, als im Januar und Februar zusammen. Das zeigt einmal mehr, dass Ryanair dem Minister auf der Nase herum tanzt und ihn als handlungsunfähig bloßstellt.“

Die neuesten Zahlen legten nahe, dass sich die ohnehin schon hohe Anzahl von Verstößen mit dem Wechsel zum Sommerflugplan am 25. März dieses Jahres noch einmal verdoppelt habe. Dies lasse vermuten, dass die Verstöße gegen die 23.00 Uhr-Grenze im Vergleich zum März noch zunähmen, so Weiß. Alle Beteuerungen von Minister Al-Wazir würden durch das Verhalten der Ryanair konterkariert, der Minister werde schlicht blamiert. „Schließlich hat er die Probleme selbst mit verursacht, in dem er dem Billigflieger erst den schwarzgrünen Teppich in Frankfurt ausgerollt hat. Es bleibt daher dabei: Ministerpräsident Bouffier und Verkehrsminister Al-Wazir tragen ganz persönlich Verantwortung für die Ansiedlung von Ryanair in Frankfurt und damit auch für die massive Störung der Nachtruhe der betroffenen Menschen“, kritisierte Weiß.

Die SPD-Fraktion kündigte an, dass die neuesten Verstöße von Ryanair ein parlamentarisches Nachspiel haben werden. „Für den Wirtschafts- und Verkehrsausschuss in der nächsten Woche werden wir einen Dringlichen Berichtsantrag einbringen und den Minister auffordern, dem Parlament alle Zahlen zu den Ryanair-Landungen nach 23.00 Uhr auf den Tisch zu legen und aufzuzeigen, was die Landesregierung angesichts dieses Umstands zu tun gedenkt. Es darf nicht dabei bleiben, dass Minister Al-Wazir gegenüber dem Gebaren der Ryanair weiterhin als ‚lame duck‘ dasteht“, so der Flughafenexperte.

 
 

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