2017-11-24

Mitgliederversammlung der Brachttaler Sozialdemokraten mit Ehrungen

                                       Brachttal (erd). Brachttal wieder voranbringen wollen CDU und SPD mit einer großen Koalition, dennoch
wollen die Brachttaler Sozialdemokraten in dieser Zusammenarbeit deutliche eigene Akzente setzen
und an Profil gewinnen, auch wenn die CDU derzeit die wichtigsten Posten besetzt.
Vorsitzender Jürgen Heinze hatte zunächst das vergangene Jahr Revue passieren lassen. So habe die
SPD bei der Landratswahl ein sehr positives Ergebnis erreicht, und selbst bei der Bundestagswahl habe die SPD in Brachttal vergleichsweise gut abgeschnitten. Es gab eine Info-Veranstaltung zu „bezahlbarem
Wohnraum“ und das gut besuchte Sommerfest. Zudem habe der Ortsverein einen Cloud-Server angeschafft. Die Fraktionsvorsitzenden Dieter Weber und Thomas Georg berichteten von der aktuellen Arbeit. So werde gerade der Haushalt beraten, damit dieser bereits im Dezember beschlossen werden könne. Das verschaffe der Gemeinde einen zeitlichen Vorsprung, der sich bei den Ausschreibungen bemerkbar machen könne. Sorgen bereiten die Dorfgemeinschaftshäuser, es gebe Mängel und mangelnde Auslastung. Am stärksten betroffen sei das Haus in Schlierbach, wo derzeit die Gastronomie vakant ist.
In der Haushaltsberatung ein heißes Thema sind die Hebesätze für die Grundsteuer B. Eine Erhöhung von 500 auf 620 Prozent, wie im Haushalt vorgesehen, werde wohl nicht kommen, weil die Gemeinde dies über Steuermehreinnahmen aus der Einkommenssteuer kompensieren könne. Wie hoch der Steuersatz am Ende sein werde, sei schwer zu sagen, aber die Bürger sollten zumindest weniger stark belastet werden.
Für die Jusos berichtete der Wächtersbacher Jan Frederik Beyer. Die Gruppe verzeichne 60 neue Mitglieder, sei breit aufgestellt. Das beflügele die Arbeit. Lob erfuhr die gute Pressearbeit von Christopher Soiné und Holger Scheffler. Gülistan Demir legte eine lupenreine Kassenführung vor, so dass der Vorstand einstimmig entlastet wurde.
Spannende Aussprachen haben bei den Sozialdemokraten Tradition, besonders in Brachttal. So forderte
Robert Hach, der früher die SPD an vorderster Front wortgewaltig vertrat, mehr Profil für die SPD in der großen Koalition in Brachttal. Er befürchtet, dass die SPD ähnlich wie auf Bundesebene als Partner nicht wahrgenommen werde, weil die drei wichtigsten Positionen von der CDU besetzt seien. Dem hielt Weber entgegen, dass die SPDFraktion mit jungen Kräften gut aufgestellt sei, sich aber vor anderthalb Jahren noch niemand für die Führungsposten in der Gemeinde aufgedrängt habe. Heinze verdeutlichte indes, dass das Wahlprogramm stringent verfolgt werde und die Fraktion eine hervorragende Arbeit für Brachttal leiste. Die SPD sei bei Themen wie Jugendarbeit, Ferienspielen oder Bahntrasse federführend und als Koalitionspartner auf Augenhöhe mit der CDU. Das sei aber oftmals nur schwer zu vermitteln. Dennoch setze sich die SPD auch nach außen bei ihren Themen gut in Szene. Um mehr Mitstreiter aus den eigenen
Reihen für die politische Arbeit zu begeistern, wurden offene Fraktionssitzungen für alle Mitglieder angeregt. Ein Dauerthema der SPD ist die ärztliche Versorgung, die sich allerdings als verflixt dickes Brett
entpuppt habe, denn an der Kassenärztlichen Vereinigung könne man sich die Zähne ausbeißen. Deshalb sollen Bundestagsabgeordnete und Landrat eingebunden werden, um mehr Druck in die Gespräche zu bekommen. In Brachttal soll es auch künftig wenigstens einen Hausarzt geben. Dagegen könne die Industriekultur Steingut die Gemeinde touristisch voranbringen, sagte Erich Neidhardt. Würde sich dort etwas tun, dann sei auch die Rathausschänke möglicherweise wieder als Gaststätte interessant. Lothar Schramm regte an, dort für die Kita zu kochen und gleichzeitig Mittagstisch anzubieten, was gerade für
Senioren interessant sein könnte. Die Brachttaler SPD hat derzeit 66 Mitglieder, zwei neue sind hinzugekommen. Das Parteibuch erhielt der 81-jährige Waldemar Fuchs, der gerne mitarbeiten möchte. Für 40 Jahre in der SPD wurde Lothar Schramm geehrt, der sich damals für die Politik von Willy Brandt und Helmut Schmidt begeisterte. Ebenfalls 40 Jahre dabei ist Hiltrud Lejko, die Ehrennadel und Urkunde nachgereicht bekommt. Das Weihnachtsessen der SPD findet am Freitag, 8. Dezember, ab 19 Uhr im Bella Amed in der Mehrzweckhalle Neuenschmidten statt.

 

Quelle Text und Bild: GNZ

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