Demenziell Erkrankte und ihre Familien brauchen Unterstützung

Veröffentlicht am 19.09.2017 in Bundespolitik

Bettina Müller (SPD): Demenziell Erkrankte und ihre Familien brauchen Unterstützung

18. September 2017 - 12:04

„Demenz. Die Vielfalt im Blick“, so lautet das Motto Woche der Demenz, die vom 18. bis 24. September deutschlandweit zum dritten Mal stattfindet. Die Allianz für Menschen mit Demenz will mit dieser Aktion Verständnis und Unterstützung für Betroffene und pflegende Angehörige fördern.
 
Für die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller ist Demenz „in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema. Deshalb ist es besonders wichtig, aufzuklären, Vorurteile oder Ängste abzubauen und Begegnungen mit Betroffenen möglich zu machen. Genau dieses Ziel verfolgen die von der Bundesregierung geförderten 500 Standorte im Modellprogramm der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz. Die Vielfalt des Engagements zeigt: Jeder kann helfen, die Situation von an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen zu verbessern. Ich freue mich, dass die Leitstelle ältere Bürger des Main-Kinzig-Kreises in Gelnhausen hier vorbildliche Arbeit leistet.“
 
Das Modellprojekt wird vom Bundesministerium für Senioren gefördert und arbeitet im Bereich der häuslichen Tagespflege mit professionellen Kräften als auch mit Laien. Besondere Ausrichtung des Projekts: Um demenziell erkrankte Menschen in das gesellschaftliche Leben zu intergieren, arbeitet die Leitstelle mit den Vereinen des Main-Kinzig-Kreises eng zusammen.
 
Rund 1,6 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Jährlich erkranken 300.000 Menschen neu. Um das Bewusstsein der Mitmenschen vor Ort für die Bedürfnisse von Demenzkranken zu stärken, mehr Verständnis für Menschen mit Demenz zu erreichen sowie betroffene Familien zu unterstützen, hat die Bundesregierung 2012 die „Allianz für Menschen mit Demenz“ ins Leben gerufen.
 
Die SPD hat in der Großen Koalition Verbesserungen für Menschen mit Demenz in dieser Legislaturperiode zu einem Schwerpunkt gemacht: Durch die Pflegereform wurden die Leistungen für Pflegebedürftige um insgesamt 5 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr ausgeweitet. Menschen mit Demenz erhalten dadurch erstmals einen gleichberechtigten Zugang zu allen Leistungen der Pflegeversicherung.  
 
„Mit der Pflegereform haben wir dafür gesorgt, dass Demenzkranke und ihre Familien spürbar mehr Hilfe erhalten. Die Woche der Demenz richtet sich an jeden und jede von uns – denn Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, brauchen die Unterstützung und das Verständnis der ganzen Gesellschaft“, sagt Bettin Müller, die als Mitglied des Gesundheitsausschusses die Pflegereform begleitet hat.

 
 

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