Sollen Feuerwehrleute in Hessen jetzt alle heiraten – oder was?

Veröffentlicht am 14.04.2019 in Landespolitik

Sollen Feuerwehrleute in Hessen jetzt alle heiraten – oder was?

Partner von Feuerwehrleuten ohne Trauschein bekommen in Hessen nichts, wenn im Einsatz was passiert. Das hat der grüne Sozialminister Kai Klose entschieden. Von den rund 4.400 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Main-Kinzig-Kreis sind garantiert nicht alle verheiratet. Wer das heutzutage noch denkt, lebt völlig weltfremd. Ich meine, sollen die Feuerwehrleute in Hessen jetzt alle heiraten - oder was?

Der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz ist verärgert über die Entscheidung der Landesregierung, Feuerleute ohne Trauschein nicht den gleichen Schutz zukommen zu lassen, wie verheirateten. „Nichteheliche Partner von Feuerwehrleuten, die während eines Einsatzes sterben oder Schwerkrank werden, bekommen keine Entschädigungsleistungen. Von den rund 4.400 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Main-Kinzig-Kreis sind garantiert nicht alle verheiratet. Wer das heutzutage noch denkt, der lebt völlig weltfremd. Ich meine, sollen die Feuerwehrleute in Hessen jetzt alle heiraten oder was“, ärgert sich Heinz Lotz, zumal die zuständige Unfallkasse bereits eine Lösung für die betroffenen Hinterbliebenen angeboten hatte. Das nun ausgerechnet an einem grünen Sozialminister diese Lösung scheitere, kann Lotz nicht verstehen. „Da passt es gut ins Bild, dass der derselbe Minister Klose seine Zustimmung zu einer angemessenen Erhöhung der Einmalzahlungen an im Einsatz schwerstverletzten Feuerwehrleuten und an Hinterbliebene verweigert“, beklagt Heinz Lotz, der selbst jahrzehntelang aktiver Feuerwehrmann war.

 

Laut Lotz sei man sich im Landtag eigentlich parteiübergreifend einig gewesen, dass Rettungskräfte und Feuerwehrleute bestmöglich unterstützt und wertgeschätzt werden. „Die fast 140 Freiwilligen Feuerwehren im Main-Kinzig-Kreis kämpfen nicht nur gegen das Feuer, sondern auch gegen den Nachwuchsmangel. Das liegt daran, dass heutzutage für viele Menschen Job und Ehrenamt nicht vereinbar ist. Eine mangelhafte Absicherung ehrenamtlicher Feuerwehrleute erledigt dann noch sein Übriges. Nach dieser Fehlentscheidung soll uns Sozialminister Klose bloß nicht mehr mit irgendwelchen Lippenbekenntnissen zum Ehrenamt kommen, denn wer soll ihm das noch glauben“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz aus Steinau.

 
 

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